Schlagwort: Papst

Hommage an Papst Benedikt XVI.

28.02.2013, 20.00 Uhr: Eine geschichtsträchtige Stunde. Ein Papst beendet seinen Dienst, noch während er lebt. Die Meinungen der Menschen sind wie immer gespalten. Manche schenken ihm Anerkennung für sein Leben und Werk, andere halten sich mit ihrer Kritik weiterhin nicht zurück. Dieser Rücktritt hat eben auch den Nachteil (oder doch Vorteil?), dass er sich diese Stimmen noch anhören kann und muss. Wie auch immer, als Beispiel einer Würdigung kann ich die Themennacht von Dienstag auf Mittwoch im Bayerischen Fernsehen nennen: Benedikt XVI. – Der bayerische Papst. Die Beiträge dazu sind (noch) online zu sehen, einige Videos kann man herunterladen. Seit der Rücktrittsankündigung am 11.02.2013 wurden auf YouTube mehrere Videoclips zu seinem Wirken als Papst in der Welt zusammengestellt und hochgeladen. Im Folgenden eine kurze Auswahl, geordnet nach Erscheinungsdatum: 12.02.2013: 165. Pope Benedict XVI – My Tribute 14.02.2013: Tribute to Pope Benedict XVI 19.02.2013: Tribute for Pope Benedict XVI 26.02.2013: Thank You, Papa: A Tribute to Pope Benedict XVI 27.02.2013: Best moments of Benedict XVI’s pontificate

Mehr zum Papstrücktritt: Von Kardinal Schönborn

Stellungnahme Erzbischof Christoph Kardinal Schönborns am 11. Februar 2013 zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.: WIEN. Der Rücktritt Papst Benedikt XVI. ist ein welthistorisches Ereignis. Es ist ein Augenblick, an dem die ganze, über eine Milliarde Menschen zählende katholische Welt, den Atem anhält und zugleich im dankbaren Gebet mit dem 265. Nachfolger Petri verbunden ist. Und nicht nur wir Katholiken, auch viele andere Christen und Nichtchristen. Ich danke etwa dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, dem rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Nicolae Dura, der in einer ersten Stellungnahme die „zutiefst christliche Haltung“ des Papstes gewürdigt hat. Es ist ein Moment, in dem die Kirche ihren Blick sowohl in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft richtet und sich dabei in der Güte dessen geborgen weiß, der nach dem christlichen Glauben die Kirche leitet – Jesus Christus. Sei über 700 Jahren, seit Cölestin V. im Jahr 1294, ist es zum ersten Mal wieder der Fall, dass ein Papst zurücktritt. Der Schritt Benedikts XVI. ist zugleich demütig und groß. Er entspricht der Persönlichkeit dieses Menschen, der mit seiner Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit immer wieder beeindruckt hat. Über dem Pontifikat Benedikts, ja schon über seinem Wirken davor, könnte als Leitmotiv stehen: Sammlung, Besinnung auf das Wesentliche. Benedikt XVI. war schon als Theologe immer einer, der das Innerste des christlichen Glaubens erschließen wollte, der das Wesentliche von den bloßen Zeitumständen trennen wollte, und der in dieser Konzentration auf den Kern des Evangeliums völlig vorbehaltlos und ohne Scheu auf andere Konfessionen, Religionen und auch der modernen, säkularen Gesellschaft zugehen konnte. Er ist ein Brückenbauer im Bewusstsein, dass man weite Bögen nur auf festen Pfeilern bauen kann. Heute ist genau diese Auseinandersetzung um das Wesentliche in der katholischen Kirche in vielfältiger Weise präsent. In Europa etwa sucht die Kirche ein neues Verhältnis zur Gesellschaft. In vielen Ländern Asiens und Afrikas erlebt sie zugleich einen ungeheuren Aufbruch. Hier gilt es Weichen zu stellen, und Benedikt hat nun klar gemacht, dass dies Aufgabe für einen Papst im Vollbesitz seiner Kräfte sein muss. Benedikt XVI. ist ein großer Freund Österreichs, wie sich besonders bei seinem Besuch 2007 gezeigt hat. Das Motto dieser Pilgerreise, „Auf Christus schauen“ ist auch der bleibende Auftrag für die ganze Kirche. Noch bei einem Gespräch am vergangenen Donnerstag war er – wie immer – bestens informiert über die Situation in Österreich und voller Wohlwollen. Das bleibende Motto seines Pontifikats ist wohl der Titel seiner ersten Enzyklika „Deus Caritas Est“ – „Gott ist die Liebe“. Das ist Auftrag und Zukunft der Kirche. Benedikt XVI. kündigte gestern seinen Rücktritt auf Latein an. Hier ist der volle Text auf Deutsch: Liebe Mitbrüder! Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewißheit gelangt, daß meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewußt, daß dieser Dienst…

Gedenktag des Seligen Johannes Paul II.

Heute ist nicht nur Kirchweihmontag, sondern auch der Gedenktag des Seligen Johannes Paul II. (Vorgänger des jetzigen Papstes Benedikt XVI.). Allgemeine Informationen zu seiner Person und seinem Wirken sind auf Wikipedia und im Heiligenlexikon zu finden. Mehr als alles Geschriebene zeigen aber die Bilder in diesem Video-Clip auf YouTube, mit toller Hintergrundmusik :).

Papstkrimis

Man kann nun den Papst auf Verbrecherjagd begleiten: „Halleluja” und „Gloria” heißen die bisher erschienen Papstkrimis des Autoren-Paars Johanna Alba und Jan Chorin.

Der Vatikan und der Papst

Im Folgenden einige informative Videos zum Vatikan und zum Papst: Der Vatikan: Teil 1, Teil 2, Teil 3; Alltag im Vatikan: Teil 1 und Teil 2; Die Sendung mit der Maus: Papst, ein Tag im Vatikan und Papst, Dienstkleidung (Ministrantenunterricht einmal anders: In bewährter Sendung-mit-der-Maus-Manier eine präzise Darstellung über die päpstlichen Gewänder, gleichermaßen kindgerecht wie respektvoll.). Zum Schluss noch das passende History-Quiz von ZDF mit 12 Fragen zum Vatikan: Die großen Geheimnisse des Vatikans.

Habemus Papam

Habemus Papam erzählt „die Geschichte vom Papst, der nicht Papst sein will”. Kardinal Melville wird zum Papst gewählt, aber er will sich der Welt nicht zeigen. Er flieht, er „büxt aus”. Dadurch kommt es zu komischen Situationen, aber auch zu nachdenklichen Momenten über die menschliche Seite eines Papstes.