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Martin Ssempa

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In der letzten ReliPresse-Wochenrückschau wurden sie schon erwähnt, es waren die Presse-Highlights der Woche: die Kondom-Äußerungen des Papstes zu Aids. Inzwischen nahm die Diskussion bzw. die Kritik an diesen Äußerungen einen interessanten Verlauf an, es meldete sich fast jeder Politiker, Schriftsteller oder Schauspieler zu Wort, meist nur um die Aufmerksamkeit zu erregen, denn die Schlussfolgerungen waren teils nicht mehr themenbezogen.

Die Stimmen, die nicht zu Wort kamen, oder wenn, dann sehr leise, sind die der Menschen vor Ort. Nicht katholisch, nicht papsttreu und auch unabhängig von den internationalen Medien könnte die Meinung von Martin Ssempa sein („A passionate voice in the global fight against Hiv/Aids”). Dieser versucht seit über 20 Jahren Aids in Uganda zu bekämpfen, einerseits als Berater der Regierung, andererseits als christlicher Pastor. In erster Funktion hat er den großen Einfluss der Pharmaindustrie und deren wirtschaftliche Interessen erlebt, in zweiter Funktion bekam er das wahre Leid der Menschen zu Gesicht. Seiner Meinung nach gibt es zwei Wege der Aids-Bekämpfung: der moralische Weg der Enthaltsamkeit (der im Grunde die menschlichen Bedürfnisse anspricht und deswegen auch sehr schwer ist) und der wirtschaftliche Weg der Kondom-Hersteller (dieser hat nicht den kranken Menschen, sondern den höchstmöglichen Gewinn vor Augen). Auf seiner Homepage finden sich mehr Aussagen und mehr Erläuterungen, auch als Videoaufnahmen, allerdings in englischer Sprache.


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